Was geht eigentlich, Apple? Da breche ich im vergangenen Jahr noch per Kolumne eine Lanze gegen die anderen, die deine User nie bedenken, also quasi für dich. Und jetzt dein iTunes-Angebot.
Ich bin Serien-Junkie. Sowohl auf der Nerd-Schiene (Star Trek, The 4400) als auch auf die krude Art (Buffy, Angel) und die von der Freundin beeinflusste (Grey’s Anatomy). Die Feststellung, dass kein einziger IP-TV-Anbieter Mac-kompatible, englische Originalfassungen anbietet, hat mich schon ausreichend deprimiert. Und jetzt kommst du, Apple Deutschland, und willst mir mein Ärzte-Drama für 2,49 Euro verticken. Und das auch noch in der von deutschen Synchronsprechern vergewaltigten Fassung. Und auch noch im PRO7-Takt. Was soll das denn werden?
Nix, hat es den Anschein. Die Rezensionen im Download-Shop sprechen für sich. Dort schreiben Leute, die durchaus dazu in der Lage sind, den Vergleich zum amerikanischen iTunes-Angebot zu ziehen: $ 1,99 pro Folge, wird da angeführt, sei schon frech, aber irgendwo noch akzeptabel. “Die dummen Europäer” heißt es weiter, würden schon nichts merken. Heiß und innig hoffe ich, dass die dummen Europäer, speziell die Synchronverwöhnten Deutschen, doch was merken. Und das Angebot da stehen lassen, wo es ist: auf dem Server. Aber ich gehe mal davon aus, dass die Zielgruppe trotz iPod, MacBook unter 1000 Euro und generellem Hype trotzdem noch das verlangt, weswegen sie sich mal für das Apple-Angebot entschieden hat: Qualität. Und das bezieht sich nicht nur auf hübsche Hard- und Software, die lange hält und nett aussieht.