Die Fachwelt ist außer sich: Der OpenMac OpenComputer (Name wurde mittlerweile geändert) ist kein Mac und läuft mit OS X Leopard. Und wird auch noch so ausgeliefert. Und wird für 400 Dollar verkauft. Die amerikanische Firma Psystar hält das Alternativ-Gelöt für Apple-Betriebssysteme bereit – aber dürfen die das? Apples EULA verbietet genau das. Aber das ist eigentlich auch egal. Weniger egal, weil viel lustiger, ist die Abfrage “OpenMac” in den Google News, um mal nur die Headlines der verschiedenen Magazine zu vergleichen.

“Neuer Apple-Klon sorgt garantiert für Ärger” prognostiziert silicon.de und hat natürlich jetzt schon Recht. Denn zumindest die Gemeinde der Mac-Jünger läuft Online-Amok: “Illegales Flickwerk” ätzt MacGadget.de, den “Möchtegern-Mac für 400 US-Dollar” beobachtet die MacWelt gespannt, “da das Unterfangen offensichtlich den Lizenzbedingungen von Apple für seine Betriebssysteme widerspricht”.

Und das waren nur die Meldungen. Den totalen Krieg, der in den Foren von Portalen wie heise.de zwischen PC- und Mac-Usern tobt, kann man sich ja in etwa vorstellen. Und kommen die Einschläge jetzt näher? Nö. Kriege neigen ja gern dazu, sinnlos zu sein. Und was soll ich mit einem PC auf dem ein Leopard rennt? Ich will doch auch keinen Mac mit Windows (was ja immerhin ginge). Wozu also die Aufregung, das Feixen der Windows-User, die beleidigten Leberwürste der Mac-Gemeinde? Nehmt euch doch mal in den Arm! Aber egal: Unterhaltungswert hatte die Sache jedenfalls. Und da es per sé keine schlechte PR gibt, gewinnt in jedem Fall die bisher unbekannte Firma Psystar. Gut, nä?

Nochmal: Apfel Q.

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Apple-Klon OpenMac: Äpfel und Birnen und gute PR

15.04.2008 | schmierfink: ah | Kategorie: computerkram, netzhetze

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