Ein Tag ohne Marienhof-Werbung ist wie ein Texter mit Gehirn.Gebührengelder versiegen offensichtlich nie. Anders lässt sich die Werbekampagne nicht erklären, die nun schon seit Wochen in Hamburgs U-Bahn-Schächten nervt: “Ein Tag ohne Marienhof ist wie eine Vaterschaft ohne Test”, steht da geschrieben. Oder, in der zweiten Variante: “Ein Tag ohne Marienhof ist wie eine Affäre ohne Gefahr.” Oder so ähnlich. Soso. Mit anderen Worten: Ein Tag mit Marienhof ist also wie eine Vaterschaft mit Test – entweder gut oder nicht so.
Meine Tage finden zu 99,9 Prozent ohne Marienhof statt, sind weitgehend ungefährlich und ich glaube meinen Eltern auch ohne Rückmeldung vom Labor, dass ich diese Nase aus eben dieser Konstellation geerbt habe. Das war schon immer so. Schlimm fand ich das bisher nie. Schlimm fand ich dann nur, dass dieser eh schon grenzgenialen Werbekampagne tatsächlich noch eins draufgesetzt wird. Im Online-Magazin Horizont.net, wo sich in erster Linie Fachleute aus Werbung, Medien und Marketing rumtreiben, taucht eine Anzeige mit folgendem Text auf:

“Ein Mediaplan ohne Marienhof ist wie ein Pop ohne Up.”

Ein Pop ohne Up? Ein Ge ohne Hirn? Was zur Hölle macht ihr mit meinen zähneknirschend gezahlten Rundfunkgebühren? Könnt ihr die nicht wenigstens gediegen versaufen? Das würde deutlich mehr Sinn machen als grenzdebile Sprüche allerorten. Aber da es ja noch den schönen Claim “Es wird viel passieren” gibt, bleibt ein Fünkchen Hoffnung. Macht doch mal was draus.

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Ein Tag ohne Marienhof-Werbung ist wie ein Texter mit Gehirn

26.05.2008 | schmierfink: ah | Kategorie: berufliches, netzhetze

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