Lieber Weltbild-Verlag,

ich habe bei dir eine DVD bestellt, das war sehr schön. Sie kam an und war toll. Mehr wollte ich nicht. Du aber. Du schicktest einen Katalog. Da du eine Rechnungs- und eine Lieferadresse von mir hast, natürlich an die Lieferadresse. Also an meinen Arbeitsplatz. Nicht ganz so toll wie die DVD, aber was soll’s? Hab ich mich halt bei dir gemeldet und gesagt: Lass das mal. Sagst du: OK. Kann aber etwas dauern, bis du keinen Katalog mehr bekommst, sagst du. So ein halbes Jahr in etwa. Ein halbes Jahr? Na gut. Was kann ich für dein beklopptes System? Daraufhin schickst du zunächst mal zwei Kataloge. Naja. Sind ja nur Kataloge. Dann schickst du mal die echte Werbepost. Hätte auch SKL-Werbung drin sein können. Richtig mit “Wir erlassen Ihnen…” und “Top-Angebot”. Die Kategorie. Wertloses, buntes und dummes Papier, das mir geduldige aber genervte Mitarbeiter aus der wirklich wichtigen Post sortieren und auf den Schreibtisch legen. Human Spamfilter. Da ruf ich dich doch noch mal an. Und was hat deine Service-Mitarbeiterin dem entgegenzusetzen?

“Sie haben das aber sicher mal irgendwo bestätigt, dass man Ihnen Werbung zuschicken darf.”

Pass mal auf, Weltbild: Das mag wohl sein. Aber weißt du was? Das ist mir scheißegal. Ich habe das auch mal irgendwann widerrufen. Und was noch viel wichtiger ist – Du kannst deinem Kunden gegenüber zwanzigmal im Recht sein: Dein Kunde kauft jetzt einfach IMMER bei Amazon ein,  wo’s vielleicht nicht immer günstiger ist, dafür aber keine Kataloge und “Exklusiv für Sie”-Briefe gibt. Und keine Mitarbeiter, die am Problem vorbeireden, um Recht zu behalten. Und du, Weltbild-Verlag, kannst dich mit deinen heißen Sonderangeboten gehackt legen.

Das war jetzt exklusiv für dich vom Chef persönlich. Der Unterschied: sofortige Wirkung, nicht erst in einem halben Jahr. Und: währt ein Leben lang. Und jetzt ab damit in die Tonne, hab ich mit deinem Kram ja auch gemacht.

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Exklusiv für Weltbild: meine exklusive Amazon-Kundschaft

14.06.2009 | schmierfink: ah | Kategorie: servicelöcher

Ein Senf dazu
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  1. Das doofe am Spammen ist, dass man keine Zeit zum Lesen hat, wa? Den Link kannst du dir in die Haare schmieren. Auch’n guter Tipp zum Ausprobieren.

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